Der Film Memory aus dem Jahr 2023, unter der Regie von Michel Franco, ist ein Drama, das sich mit Themen wie Trauma, Gedächtnis und menschlichen Beziehungen beschäftigt. Die Handlung dreht sich um Sylvia (gespielt von Jessica Chastain), eine Sozialarbeiterin und trockene Alkoholikerin, die nach einem Klassentreffen Saul (Peter Sarsgaard) wiedertrifft. Saul leidet an früh einsetzender Demenz, und zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe emotionale Verbindung.
Im Verlauf des Films wird Sylvias traumatische Vergangenheit aufgedeckt, einschließlich sexuellen Missbrauchs, der ihre gegenwärtigen Beziehungen stark beeinflusst. Saul kämpft mit seinem schwindenden Gedächtnis und seiner abnehmenden Realitätserkenntnis. Ihre Beziehung bietet eine bewegende Erkundung, wie zwei Menschen, die jeweils durch unterschiedliche Gedächtnisprobleme belastet sind – eine durch Trauma, der andere durch Demenz – Trost und Unterstützung in einander finden können.
Der Film behandelt komplexe Themen wie Vergebung, Heilung und Autonomie, insbesondere die Frage, ob jemand mit Demenz seine Entscheidungsfähigkeit behalten kann. Francos Regie bringt eine zutiefst humanistische Perspektive ein und vermeidet Kitsch, während er sich mit diesen schweren Themen auseinandersetzt. Sowohl Chastain als auch Sarsgaard wurden für ihre Darstellungen hochgelobt, wobei Sarsgaard den Volpi-Pokal für den besten Schauspieler bei den Filmfestspielen in Venedig gewann.